Vorhersage
Ausgegeben am 3. April 2025
Pollenflugprognose für Kärnten für den Zeitraum vom 3. bis 10. April 2025
Die Pollenfreisetzung der Grau-Erle, der Schwarz-Erle und der Hasel ist für das Vegetationsjahr 2025 beendet. Es können nur mehr einige wenige Pollenkörner von klimatisch benachteiligten Standorten in den Luftraum gelangen.
Von immer größerer Bedeutung wird im Prognosezeitraum der Pollenflug der Birke. Dieses Jahr ist im Gegensatz zum Vorjahr mit einer eher moderaten bis durchschnittlichen Pollenfreisetzung der Birke zu rechnen. Trotzdem kann die allergische Reizschwelle immer wieder deutlich überschritten werden und es kann dadurch für Personen, die auf den Blütenstaub der Birke mit allergischen Beschwerden reagieren, eine hohe gesundheitliche Belastung entstehen. Derzeit konzentriert sich der Birkenpollenflug noch auf die Stunden ab dem späten Vormittag bis in den frühen Abend. Es muss aber damit gerechnet werden, dass mit der anhaltenden Pollenfreisetzung immer häufiger auch zu anderen Tageszeiten die allergische Reizschwelle erreicht werden kann.
Zusätzlich zum Blühbeginn der Birke wird auch das Stäuben der Esche und der Hainbuche im Prognosezeitraum einsetzen. Die in Mittel- und Ostkärnten weit verbreitete Hainbuche besitzt dieses Jahr einen überdurchschnittlich hohen Ansatz an männlichen Blütenkätzchen. Es ist zu erwarten, dass deshalb auch die Pollenfreisetzung der Hainbuche überdurchschnittlich hoch sein wird. Bei Personen, die auf Birkenpollen sensibel reagieren, kann auch der Blütenstaub der Hainbuche Beschwerden auslösen.
Die Tageszeit mit der geringsten Pollenbelastung bleibt jedenfalls der frühe Morgen. Aus diesem Grund ist es für Personen, die auf Birken- und Eschenpollen mit allergischen Beschwerden reagieren, empfehlenswert, Wohnräume nur in den frühen Morgenstunden zu lüften.
Am ehesten entgeht man der Belastung durch Birkenpollen noch innerhalb von dichten Wäldern aus Fichten und anderen Nadelgehölzen und im Bereich der höheren Bergregionen ab ca. 1500 Höhenmeter.
Mit Windströmungen aus dem Süden können Pollen der Hopfenbuche und der Hainbuche nach Kärnten transportiert werden. Vor allem der Pollen der Hopfenbuche kann bei Personen, die auf Birkenpollen mit einer Allergie reagieren, Beschwerden auslösen. Bei einem Aufenthalt in Gebieten südlich der Alpen (Slowenien, Friaul und Istrien) muss daher mit einer hohen allergischen Belastung durch den Pollen der Hopfenbuche gerechnet werden.
Weitere Pollentypen im Luftraum Kärntens stammen von der Pappel, der Ulme, der Eibe und von verschiedenen Weidenarten. Der Pollen dieser Pflanzenarten führt aber kaum zu allergischen Reaktionen.
Dr. Susanne Aigner
Für den Inhalt verantwortlich
Amt der Kärntner Landesregierung
Abteilung 5 (Kompetenzzentrum Gesundheit)
UA Sanitätswesen
Pollenwarndienst Kärnten
Dr. Helmut Zwander, Dr. Susanne Aigner und Mag. Herta Koll.
Mittelfristige Prognose basierend auf Modelldaten und Pollenzählungen.
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Wetterdaten und Prognosen basierend auf synoptischen Daten:
GeoSphere Austria, Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie (ehemals ZAMG).
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